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Wann hören diese Anschuldigungen endlich auf?

Die Aargauer Zeitung publizierte kürzlich eine Stellungnahme von Frau Keller Messahli, worin wiederum Rundumschläge gegenüber islamischen Neubauten platziert wurden. In diesem Fall hauptsächlich gegen das neu entstehende Kulturzentrum «Tulipan» in Reinach. Diese Anschuldigungen wurden sowohl in einem Beitrag von Dr. Andreas Tunger-Zanetti in derselben Zeitung widerlegt, als auch vom Kulturzentrum selber am 10. Juni berichtigt.

Es wurde wiederum klargestellt, dass der Name „Tulipan“ (alb. für „Tulpe“) für eine Metapher zur Entstehung des Projektes steht. Jahrzehntelang standen den Mitgliedern der Moschee nur begrenzte Räumlichkeiten zur Verfügung. Mit der Realisierung des Bauprojekts öffnen sich nicht nur Räume und Möglichkeiten für diese Gemeinschaft, sondern auch für alle Mitbürger unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, da auch ein Kulturzentrum zur Verfügung gestellt wird. Das Projekt solle darum wir eine Tulpe aufblühen. Die krampfhafte Suche nach einer anderen Symbolik ist schlicht an den Haaren herbeigezogen.

Die Finanzierung des Projekts wird in Frage gestellt. Der Verein hat abermals bestätigt, dass die Gelder aus der Schweiz stammen und zu einem grossen Teil als Fremdkapital von der Bank Leerau in Schöftland zur Verfügung gestellt wurden. Dieser Verein existiert seit fast 30 Jahren und die Vereinsmitglieder haben lange für den Moscheebau gespart.

Die Türen des Vereins stehen für alle offen. Auf dieselbe Weise wurden schon die gleichlautenden und im AZ Artikel trotzdem wiederholten Anschuldigungen gegen die Moscheen in Wil SG, Netstal GL und Plan-Les-Ouates GE widerlegt.

Des Weiteren wird der Verein mit Extremismus in Verbindung gebracht. Das Kulturzentrum  besteht seit nunmehr fast 30 Jahren und stand noch nie in Konflikt mit dem Gesetz. Es wird stets erklärt, dass die schweizerische Rechtsordnung in allen Aspekten befolgt wird.

Ausserdem wird der Verein beschuldigt, dass das Bauprojekt nicht offen publiziert und nur versteckt in Albanischer Sprache veröffentlicht worden sei. Die geltenden Bauvorschriften sowie die zuständigen Behörden lassen ein solches Vorgehen aber nicht zu.

Wir möchten im vorliegenden Kontext erwähnen, dass die Theorien und Vorgehen von Frau Keller-Messahli regelmässig von Wissenschaftlern und Behörden kritisiert werden. So zum Beispiel von der Züricher Justizdirektion, dem St. Galler Sicherheitsdirektor, dem Kommandanten der Walliser Kantonspolizei, dem Islam-Experten Prof. Reinhard Schulze, dem Leiter des Zentrums Islam und Gesellschaft an der Universität Fribourg, Dr. Tunger-Zanetti von der Universität von Luzern und vielen Weiteren.

Wir bedauern zudem, dass solche dreisten Anschuldigungen gegen einen seit 30 Jahren bestehenden lokalen Verein und deren Mitglieder publiziert wurden ohne sie zu prüfen.

FIDS – Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz

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